Home > Alte Herren > Spielplan und Spielberichte > 10.07.2010 Traben Trabach gegen BVN Alte Herren

10.07.2010 Traben Trabach gegen BVN Alte Herren

Hallo Sportkameraden,

hier der Bericht zum Spiel FC Traben-Trabach gegen die AH am Samstag, 10.07.2010.

Im Rahmen der „Alt-Herren-Tour 2010“ an die Mosel nach Traben-Trabach, haben wir ein Freundschaftsspiel gegen die ortsansässige Mannschaft absolviert.

Im Anschluss an einer  in dieser Form noch nie dagewesenen  Busfahrt mit der „Wupsi“  (hier folgt noch ein Reisebericht vom Kapitano) und einem doch eher faden Mittagessen im Sterne-Hotel (den einen Stern haben wir am Sonntag dann mitgenommen), sind wir gegen 15.45 Uhr am Ort des Geschehens eingetroffen

Bei Temperaturen, die eher einer Sonneneruption nahe kamen, haben wir nach einigen ominösen Absagen im Vorfeld,
doch noch eine Mannschaft auf den Platz bekommen.
14 Tour- Mitreisende haben sich bereit erklärt ein Trikot anzuziehen.

Da der Gegner auch etwas unvorbereitet wirkte, fingen wir mit einem Torwart und 9 Feldspielern an.

Der Zustand der Mannschaft war recht unterschiedlich. Ich glaube der Wasser (Bier-) Stands- Pegel einiger Mitwirkender war höher als von der nebenan vorbei strömenden Mosel!!!

Die Mannschaft hat nicht wirklich den besonnenen Appell im Vorfeld der Tour
(siehe Mail vom 08.07. „Spielerkader (im Bus bitte kein Alkohol!!“) befolgt.
Auch die sportliche Leitung hat spätestens hinter Köln-Niehl den guten Vorsatz über Bord geworfen.

Das Spiel unserer Mannschaft wirkte (so haben es die Zuschauer hinterher erzählt) von Anfang an sehr zerfahren
bzw. etwas unkontrolliert bis hin zu unkoordiniert.

Und so war es auch keine große Überraschung, dass nach einem Fehlpass der sportlichen Leitung im Mittelfeld
(es war sein fünfter in Folge) auch das 0:1 fiel.
Nach diesem Fauxpas war dann auch direkt die erste Auswechslung fällig!

Aber irgendwie war es diesmal anders.
Normalerweise drängen die Auswechselspieler sich ins Team und brennen auf Ihren Einsatz.
Doch komischerweise war es diesmal genau anders herum.
Die Spieler auf dem Feld signalisierten in sehr kurzen Abständen die Herausnahme aus dem Spielgeschehen
und nur widerwillig kam der Ersatz auf den Rasen.

Nach der berechtigten und notwendigen Entfernung von JM wurde das Spiel etwas ausgeglichener und wir erspielten uns ein, zwei Chancen, welche aber nicht wirklich zwingend waren.

Zum Pausenbier, ich meine Pausentee, gingen wir mit einem Rückstand vom Feld.

Unser Kapitano richtete in der Halbzeit das Wort an uns. Mit seiner natürlichen Art die Dinge zu sehen, wie sie halt sind,
versuchte er uns noch einmal auf die 2. Hälfte einzustimmen.

Mit Sätzen wie „Jungs, es ist gleich vorbei…“, „Lasst uns noch einmal alles geben…“
(nach diesen Worten hatten wir schon wieder drei Hände oben für Auswechselungen) gingen wir also wieder ins Spiel.

Und tatsächlich drehten wir das Spiel um und gingen durch schöne Tore vom Kapitano und Oli Hamacher mit 2:1
in Führung und hatten eigentlich das Spiel dann unter Kontrolle.

Nun wurde es wieder Zeit die sportliche Leitung mit ins Spiel zu holen.

Nach einer Ecke des Gegners, welche genau in Richtung JM flog, (und im Geiste hatte er den Ball auch schon weg geköpft) und einer klaren Ansage an alle: „EINS !“, nickte sein Gegenspieler hinter ihm den Ball ohne große Probleme ins Netz ein.

Bei staunenden Blicken über die Höhe des Absprungs Richtung Ball, war hier spätestens seine weitere Teilnahme an
diesem Spiel umgehend beendet.

Danach versuchten die Mannschaft und der Schiedsrichter (hierzu gleich mehr) alles, um dem Spielverlauf noch einen positiven Verlauf zu geben, aber bei diesen Temperaturen und den Zuständen unserer Spieler,  war es nicht mehr möglich, mehr aus den Körpern rauszuholen.

So endete das Spiel auch gerecht 2:2.

Noch ein Wort zum Schiri!

Nach der schnellsten Antwort aller Zeiten auf eine Frage der sportlichen Leitung:

 „Willst Du spielen oder pfeifen?“ hatten wir einen Schiedsrichter für das Spiel.

Und ich muss Euch sagen, einen so souveränen Spielleiter wie Herrn Jürgen Matz hätte auch der WM gut getan.

Übersichtlich, vorausschauend und mit einer Portion Selbstironie (wie wir ihn halt kennen) leitete er das Spielgeschehen.

Nur einmal war Vorsicht geboten, als in einem Autoritätsanflug des Spielleiters die Partie kurz zu kippen drohte.

Beide Mannschaften hatten sich auf einen Freistoß für den Gegner geeinigt, als der Schiri in seiner unnachahmlichen
Art und Weise erst einmal klar stellte,  wer hier das Sagen hat und das wären nicht wir!!!

Nach dieser Demonstration der Machtverhältnisse leitete er das Spiel aber sehr souverän zu Ende.

Fazit: Ich möchte an dieser Stelle keinen Spieler hervor heben, denn alle, die bei diesen Temperaturen auf den Platz standen, muss man ein herzliches „Dankeschön“ sagen. Und ich spreche wohl für alle, dass wir bei solch einem Wetter, nie mehr hinter einem blöden Ball herlaufen sollten!

"Alte Herren, aber neue Wege!"