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Mannschaftstour - hoch hinaus

Über ein Jahr lang haben unser 2008er-Team und vor allem die Eltern der Jungs an der Vorbereitung einer außergewöhnlichen Mannschaftstour gearbeitet. Ein Eltern-Betreuerteam wurde neben Thomas und Achim zusammengestellt, ein vielfältiges Programm wurde erarbeitet und Sponsorenmaßnahmen wurden ins Leben gerufen.
 
Am Sonntag, dem 14. Juli, ging sie dann endlich los – die einwöchige Mannschaftstour nach Garmisch-Partenkirchen.
 
Um 8:15 Uhr trafen sich alle Jungs am Bahnhof Opladen. Über Köln und mit dem ICE nach München, kam das Team am frühen Nachmittag in Garmisch-Partenkirchen an. Dort wurden erstmal die Zimmer und Betten bezogen und die Jugendherberge in Burgrain erkundet.

Schon am nächsten Morgen startete das Team nach einem kräftigen Frühstück zu einem ersten Highlight dieser Woche. Als Training für die große Zugspitzwanderung hatte das Betreuerteam eine Ganztages-Tour auf den Wank geplant.
             
Als Zwischenziel mussten die Jungs über die Hacker-Pschorr-Hängebrücke. In 30 m Höhe und auf einer Länge von 57 m schwebt diese Hängebrücke über einer Schlucht oberhalb Partenkirchens. Ein erster Test der Höhenverträglichkeit, den alle Jungs perfekt meisterten.


Danach ging es dann auf den Wank. Bei über 16 km Fußmarsch wurden fast 1.200 Höhenmeter überwunden. Auch das meisterten alle Jungs souverän, so dass der Besteigung der Zugspitze nichts mehr im Wege stand. Als Belohnung ging es dann mit der Seilbahn zurück ins Tal.

  Am nächsten Tag stand ein Fußballspiel auf Naturrasen gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen an. Nach 0-2 Rückstand drehten die Jungs vor einer traumhaften Bergkulisse das Spiel und gewannen am Ende das Spiel mit 6-4.
Am Abend wurde dann die mittlerweile traditionelle Spiele-Olympiade ausgetragen. Über 3 Stunden lang spielten 4 Teams in 7 lustigen Spielen den diesjährigen Sieger aus.


Am Mittwoch war zunächst eine leichte Wanderung zur Burgruine oberhalb von Burgrain eingeplant. Hier konnte man vor allem nochmal das Rucksackpacken und das steile Bergauf-Wandern üben. Am Nachmittag belohnt man sich dann im Alpspitz-Wellenbad mit stundenlangem Rutschen und Toben im Wasser.


Dann, am Abend, war es soweit – das Packen der Rucksäcke für die 2-tägige Tour auf die Zugspitze stand an. Alle Jungs mussten schon am Vorabend alles zurechtlegen – Hüttenschlafsack, Wechselsachen, Jacke, Pullover, usw. Nur das Lunchpaket und die Getränke wurden noch am nächsten Morgen hinzu gepackt.

            
Daneben brachte ein ortansässiger Bergsteiger den Jungs Klettersteigsets und Helme und erklärte ihnen das richtige Anlegen und das Handling. Nun waren alle wie echte Bergsteiger ausgestattet.

Am Morgen des 18. Juli wurde erstmal kräftig gefrühstückt. Dann ging es mit dem Bus zum Skistadion. Dort startete das größte Abenteuer der Jungs in ihrem BVBN-Leben. Zunächst durch die Partnachklamm ging es am ersten Tag einen langen Weg durch das wunderschöne Reintal bis zur Reintalangerhütte. Über 17 km wurden dabei nur knapp 700 Höhenmeter überwunden. Teilweise wurde der Weg noch als wenig abwechslungsreich empfunden. Doch die Spannung vor dem zweiten Tag war den Jungs anzumerken. An der Reintalangerhütte beschäftigten die Jungs sich lange an der Partnach, einem eiskalten Hochgebirgsbach, der hier schon ordentlich tost.


Die Nacht verbrachten dann alle – Kinder wie Erwachsene, Männer wie Frauen – in einem Matratzenlager. Dieses bestand aus einem durchgehenden Hochbett, in dem alle wie die Sardinen nebeneinander schliefen.


Am Freitagmorgen war frühes Wecken angesagt. Schon um kurz nach 7 machte sich der Tross auf den anstrengenden aber atemberaubenden Weg hinauf auf die Zugspitze. Nach ca. 20 Minuten erwartete sie der sicherlich anstrengendste Teil der Wanderung. In knapp 2,5 Stunden musste nonstop in steilen Kehren der Aufstieg zur Knorrhütte bewältigt werden. Dabei wurden in kurzer Zeit über 700 Höhenmeter bewältigt – ein brutaler Kraftakt. Die lange Schlange bewegte sich kontinuierlich, Schritt für Schritt bergauf. Ohne lange Pausen und ohne aus dem Rhythmus zu kommen, schafften alle diesen Aufstieg meisterlich. An der Knorrhütte auf 2.050 Meter wurde dann erstmal eine ausführliche Pause eingelegt.

Nach der Pause ging es zunächst nochmal 20 Minuten steil bergauf. Danach sah man schon in weiter Ferne das Ziel – den Zugspitzgipfel und das darunter liegende Zugspitzplatt Sonnalpin. Bis dahin waren nochmal knapp 1,5 Stunden zurückzulegen. Oberhalb der Vegetationsgrenze ging es über nackten Fels, über Geröll- und über Schneefelder. Am Zugspitzplatt hatten die Jungs knapp 2.000 Höhenmeter auf über 24 km an zwei Tagen überwunden.







Die letzte Kurz-Etappe wurde mit der Gletscherbahn überwunden. Oben auf der Zugspitze wurde dann erstmal die BVBN-Fahne gehisst und ein Mannschaftsfoto geschossen. Die ganz mutigen durften dann noch zum Gipfelkreuz rüber klettern. An diesem sehr gefährlichen Teil durften alle ihr Klettersteigset anwenden, was nochmal einen letzten Kick versprach.
           





Danach ging es mit der Eibseebahn wieder ins Tal. Schnell wurden viele der Jungs übermannt von ihren Gefühlen über das Erreichte uns vor allem von ihrer Müdigkeit.
 
Mit großem Stolz und Zufriedenheit schliefen alle am Abend rasch ein.
 
Am nächsten Tag ging es dann mit der Bahn wieder zurück in die Heimat.
 
Niemand von allen Beteiligten wird diese Woche jemals vergessen. Das Erlebte und Erreichte, das Miteinander und Rücksichtnehmen, das gegenseitige Ermuntern und der gemeinsame Spaß wird die Jungs noch mehr zu einem großen Team zusammenschweißen.
 
Nach den verdienten Ferien wird dann das nächste Projekt angegangen: als junger D-Jugend-Jahrgang den Aufstieg in die Leistungsklasse schaffen!
 
Thomas Wirth-Karkossa



Letzte Aktualisierung
12:39:06 02.08.2019