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Nächstes Jahr kommt der Kunstrasen

BERGISCH NEUKIRCHEN  Nein, natürlich bewegte sich nicht das ganze Dorf, als der Förderverein Sportplatz Bergisch Neukirchen am Samstag zum fünften Mal unter dem Motto „Das Dorf bewegt sich“ eingeladen hatte. Aber etliche Hobbymannschaften bewegten sich, um das Projekt „Kunstrasen auf dem Sportplatz Wuppertalstraße“ voranzubringen.

Darunter waren die Teams der Dorfgemeinschaften Pattscheid, PaRoLi und Imbach, aber auch die Hobbykicker vom Ponderosa- Camp. „Wir sind eine lustige Truppe, die immer Gäste bei ‚Rock am Ring’ sind und versuchen, Fußball zu spielen“, erläuterte Spielführer Frank Mühlich. Wichtig sei ihnen, dass „unsere Fußballer und vor allem unsere Kinder endlich ihren Kunstrasenplatz bekommen“, schob er hinterher. „Wir brauchen den Kunstrasen, sonst gehen uns die Kinder laufen“, bekräftigte auch Norbert Krämer, Vorsitzender des Fördervereins.

„Wir führen unser Projekt zu Ende. Im nächsten Jahr wird gebaut“
Norbert Krämer, Förderverein

Unter dem Motto „Dabei sein ist alles“ unterstützte auch das so genannte Drei-Generationen-Team um Großvater Paul-Jürgen Hungenberg (62) die Kunstrasen-Anschaffung. „Ich kann zwar nicht spielen und für mich müsste der Ball eckig sein“, sagte der Initiator. Und obwohl er die Kapitänsbinde trage, habe er noch nie ein Tor geschossen. Dafür seien die jungen Leute, die allesamt in der 1. Mannschaft kickten, umso erfolgreicher. Im Vorjahr belegten sie immerhin den zweiten Platz. Erfolgreich ist auch der Förderverein. In den drei Jahren seit seiner Gründung sind 160 000 Euro zusammengekommen. Vor allem durch Sponsoren, Beiträge (alle 300 Vereinsmitglieder sind Mitglied im Förderverein und zahlen 156 Euro Jahresbeitrag) und Verkauf von virtuellem Kunstrasen.

Beim Fest wurde der Quadratmeter für 30 Euro angeboten, dazu erhielten Käufer Wertmarken über zehn Euro und ein Los der gut bestückten Tombola.

Der Weg zum Kunstrasen für Bergisch Neukirchen ist zwar schon ein sehr großes Stück kürzer geworden, aber am Ziel sind die eifrigen Förderer des Platzbelages noch immer nicht. Jetzt fehlen noch mindestens 40000 Euro, ehe der Verein einen Kredit über 100 000 Euro aufnehmen kann. „Wir führen unser Projekt zu Ende“, sagte der Vorsitzende entschlossen. „Im nächsten Jahr wird gebaut.“ Und das auch, selbst wenn sich die Stadt nicht mit einem Euro beteilige.

Quelle: RP vom 1.9.2014 (von GABI KNOPS-FEILER)




Letzte Aktualisierung
08:29:07 02.09.2014